Montag, 12. September 2011

Tag 11: Campus Tour und Placement Test

Tja, heute sollte nun der Placement-Test sein, nachdem wir in die 4 Japanisch-Kursstufen (Einsteiger, Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene) eingeteilt werden sollten. Ich war doch reichlich nervös, denn wer hat denn Lust nach 2 Jahren Japanisch-Unterricht dann im Anfängerkurs zu landen... Daher hatte ich die Nacht zuvor noch ziemlich lange Grammatik wiederholt und dementsprechend kurz geschlafen. Zum Glück reicht bei dann doch immer eine Dusche aus, um mich wach zu bekommen. Gegen 9 Uhr sind wir losmarschiert und waren pünktlich an der Uni.

Shinjuku in der Ferne

Als erstes Stand ein Campus Rundgang auf dem Plan. Wir wurden in zwei Gruppen geteilt und gingen zeitversetzt los, zunächst in den achten Stock des Gebäudes in eine Art Partysaal, von dem aus man einen recht guten Ausblick über Tokyo hatte und an schönen Tagen sogar den Fuji sehen kann. 

 
Dann ging's Richtung Mensa und einmal quer über den Campus an allen Gebäuden vorbei. Man zeigte uns den alten Baum, der schon stand als die Musashi Uni gegründet wurde, den Fitness-Raum den ich allein schon deswegen in Anspruch nehmen will weil man danach kostenlos duschen kann, das Student Affairs Office, die Sportplätze und vieles mehr. Rauchen ist auf dem ganzen Campus untersagt, bis auf in kleinen Raucherinseln. Generell ist es in Tokyo öffentlich nur in gekennzeichneten Arealen erlaubt zu rauchen, gefällt mir echt und ich finde, dass Konzept würde sich auch in Deutschland gut machen!

Wieder zurück im Gebäude 8 (wo sich das MISC befindet), bekamen wir dann erstmal einen Haufen Bücher und Zettel ausgeteilt, zum Teil zum Ausfüllen mit Kontaktinfo und dergleichen, zum Teil zu unserer Information was Kursangebot und dergleichen angeht, alles sehr verwirrend. 
Nach den dazugehörigen Erklärungen war erstmal Mittagspause. An diesem Tag wurden wir sogar von der Uni kostenlos versorgt, welch seltenes Vergnügen. Jeder bekam eine kleine Box und Getränke nach Wunsch (Cola, Tee, Kaffee, Apfelsaft, Orangensaft, Grapefruitsaft...). In der Box befanden sich ein Croissant mit Tunfischsalat, ein Brötchen mit Hühnchen teriyaki und ein Melonenbrot. Obwohl für mich Croissant (eigentlich ja süß) mit Tunfisch etwas sehr befremdlich wirkte, hat es dennoch ziemlich gut geschmeckt. Das Melonenbrot ist extreeeem lecker, da brauch ich unbedingt das Rezept zu und das Brötchen mit Huhn war auch super, 
Itadakimaaaasu~
vor allem so toll weich! 

Nachdem wir alle gesättigt waren und noch etwas Zeit zum Schwatzen hatten kam ein Herr von Piccell Wireless, einer Firma, die in Zusammenarbeit mit der Musashi die Handy Verträge für die Austausch-Studenten anbietet. Da ich aber bereits ein Prepaid Handy hab, hat mich das eher peripher tangiert. Ich war eh zu aufgeregt wegen des Placement tests um da zuzuhören.
Selbiger fand dann wieder im Common room statt, wir wurden nach Nationalität an die Tische aufgeteilt und bekamen je zwei Zettel mit Aufgaben. Die waren gar nicht mal so schwer, auch wenn man immer erstmal die Aufgabenstellung verstehen musste, und dazu dann multiple choice Antworten ankreuzen (bzw einkreisen, ein Kreuz bedeutet in Japan das etwas falsch ist). Danach sollten wir eigentlich noch irgendwelche Interviews machen aber die Frau hat sich lediglich zwei von unserem Tisch geholt und mit denen geredet (wobei hauptsächlich sie erzählt hat) und dann kamen die beiden älteren Damen, die den Japanisch-Unterricht später machen würden, zu uns an den Tisch und begannen einfach zu erzählen. Da sie drei von uns schon kannten gingen sie wohl davon aus, dass wir alle in etwa den selben Level haben und im selben Kurs landen werden. Ob es im Endeffekt so wird, weiß ich zwar nicht aber ich hoffe es doch. Letztendlich war alles also mal wieder wesentlich weniger dramatisch als gedacht (insgeheim hatte ich das auch gehofft, aber lieber erstmal Panik schieben). Wir waren dann auch viel früher fertig als auf dem Plan stand (dennoch zu spät um in den Uni-Shop zu kommen) und liefen zurück ins Wohnheim. Gegen 18:30 Uhr wollten wir dann wieder kochen also beschloss ich, mich vorher etwas hinzulegen.
Ansonsten gäbe es über das Essen nicht so viel zu berichten (es gab mal wieder Curry), wenn ich nicht beim Ananas-Schnippeln abgerutscht wäre und mir gehörig in den Zeigefinger geschnitten hätte (den Mittelfinger dabei noch irgendwie gestreift). Das hat erstmal ziemlich heftig geblutet und ich rannte zum Wasserhahn um nicht die Küche vollzubluten während die anderen Taschentücher und Pflaster holten. Keine Sorge, davon lad ich kein Foto hoch. Der Schnitt ist zwar recht tief, aber mittlerweile tut es nicht mal mehr weh, also alles halb so wild!
Ich denke/hoffe, dass der Rest des Abends ansonsten wieder ruhig verlaufen wird. Morgen muss ich wieder halb 8 raus, bäh. Zum Glück wird es in Japan so früh hell!

1 Kommentar:

  1. Ooooh man, mach doch nicht sowas!!! o.o
    Hoffentlich ist es dann wirklich nicht so schlimm und entzündet sich nicht noch oder so ...
    Gute Besserung dem Fingerchen auf jeden Fall mal.

    Und ich hoffe, dass du in den Fortgeschrittenen-Kurs kommst ^^ - Wenn du den Test aber als okay empfandest, wird das schon geworden sein *tschakka ^^

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