Montag, 3. Oktober 2011

Tag 32: Mensa

Am schlimmsten finde ich an Montagen, dass ich da frühs allein zur Uni muss. Ich bin die einzige Deutsche, die diese Poster Presentation noch nicht gemacht hat und daher muss ich zur ersten Stunde andackeln. Naja, trotzdem macht es Spaß, meine "Partnerin" Sanako ist wirklich hilfsbereit und lieb. Wir haben heute darüber gesprochen, was genau ich auf meinem Poster haben will und was ich darüber erzähle und dann noch etwas Smalltalk betrieben. Es wird langsam einfacher und ich merke auch auf der Straße, dass ich mehr Kanji erkenne. Hurray für spürbaren Progress!
In der zweiten Stunde war dann Kanji-Test, nicht der Rede wert. Ansonsten war nicht viel Neues dabei, nur mehr Hausaufgaben...
Da ich heute wenig Lust hatte, zum Wohnheim zurückzugehen und zur vierten Stunde wiederzukommen, entschloss ich mich die Zeit in der Uni abzusitzen (abgesehen davon war es recht frisch und windig). Zunächst aber testete ich zusammen mit Nicole und Sophia das Curry in der Mensa. Für 252Yen recht preiswert, aber zugegeben nicht so gut wie das, was ich selber koche, vor allem ist es etwas zu scharf für meinen Geschmack. Danach gingen wir noch das Deutsch-Buch für den Kurs, den wir besuchen kopieren, zum Glück hatten wir dafür von Frau Schwede (Reini mit Vornamen, was ist das denn für ein Name?) eine Kopierkarte bekommen. 
Dann verabschiedeten sich die beiden vorerst und ich begab mich auf die Suche nach einem Platz, wo ich die Zeit bis zur vierten Stunde absitzen konnte. Diesen fand ich in der "student lounge" direkt über der Mensa, schön ruhig mit Blick auf den Hof. Genug Beschäftigung hatte ich vorsorglich eingepackt, nämlich mein Buch und die Karten der Präfekturen, die ich ja eh noch lernen sollte. Freundlicherweise hat mir Emily ihr IPad ausgeliehen, auf welchem sie eine App zum Abfragen der Präfekturen hatte. Das ist echt enorm praktisch und machte das Lernen viel einfacher. Nach zwei Durchgängen hatte ich alle 47 drin. Den Rest der Zeit verbrachte ich lesend.
In der vierten Stunde dann haben wir den Film über die japanische Prüfungs-/Schulhölle von der letzten Woche zu Ende geschaut und dann aus unerfindlichen Gründen nochmal den ganzen Film (Zeit totschlagen oder was weiß ich). Danach hat uns Brian noch in sowas wie Diskussionsgruppen eingeteilt, wir sollten Email-Kontaktdaten austauschen und dann durften wir auch schon gehen.
Zurück im Wohnheim legte ich mich ruhigen Gewissens ins Bett (die Präfekturen konnte ich ja schon, yay), las eine Weile und schlief eine Weile. Leider dachten die anderen irgendwie, dass ich nicht da wäre und so hätt ich beinahe das abendliche Kochen verpasst, zum Glück bin ich 19:35 Uhr doch nochmal aufgewacht.
Alles in allem mal wieder nicht viel Besonderes los gewesen. Unter der Woche wird das wohl so die Regel sein, auch wenn ich demnächst unbedingt mal shoppen gehen will. Ich brauch langsam Pullis und eine Nachttischlampe wäre auch super. Die große Deckenlampe sieht mir so stromverschwenderisch aus...

1 Kommentar:

  1. Bei kakerlaken im Wohnheim hörts wirklich auf. *schauder* Die teile sollen doch angeblich schnell und wendig sein, dass man die gar nicht sieht. XD Schön, dass du uns mit einem Foto von beglückst... XD
    Ihr müsst im Wohnheim auch noch den Strom genau abrechnen? Das is ja echt krass. wenn ich bedenke, dass die hier im Wohnheim von allem immer ordentlich viel verbrauchen können, ohne nachzahlen zu müssen.

    AntwortenLöschen